Kegeln - von wegen spießig
Im Juni haben sich drei Pullenpfeiffer mit einer Reporterin von der Rheinischen Post getroffen (hier und hier). Daraus ist ein Artikel entstanden, der aber bis heute noch nicht veröffentlicht wurde. Das sollte eigentlich Mitte Juni passieren.
Deshalb gibt es den Artikel jetzt schon mal hier.
Die Reporterin hat mir freundlicherweise den Artikel per E-Mail zugeschickt:
Regelmäßig getroffen haben sie sich schon lange. 16, 17 Jahre alt waren die jungen Männer damals, kannten sich aus der Nachbarschaft in Kapellen oder von den Pfadfindern und organisierten gemeinsame Grillabende und andere Treffen. Irgendwann, genauer gesagt, im September 2005, kam bei einem dieser Abende eine Idee auf: "Wir gründen einen Kegelclub." Gesagt, getan. Alle vier Wochen treffen sich 13 "Pullenpfeiffer" in der "Eintracht-Klause". Wer fehlt, muss Strafe zahlen. Doch das Auslassen eines Kegelabends würde den ohnehin nicht in den Sinn kommen: "Auf das Kegeln freut man sich schon die ganze Woche, bevor es samstags endlich so weit ist", erzählt Christian (21). "Ohne das Kegeln würde uns was fehlen."
Immer mehr junge Menschen gründen Kegelclubs, ganz so, wie es in den 70er Jahren ihre Eltern gemacht haben. "In Kapellen gibt es fast keinen Jugendlichen, der nicht irgendwo kegelt", berichtet Martin. Eine Kegelbahn zu finden, war deshalb gar nicht so einfach. "Freitags um 3 oder samstags um 2 wäre kein Problem gewesen, aber wer will da schon auf die Kegelbahn?", fragt der 21-Jährige.
Nach Ausflügen in vier verschiedene Kneipen haben die Jungs jetzt ihr Stammlokal am Haagschen Weg gefunden. Spießig sei ihr Hobby auf keinen Fall. "Das Kegeln macht einfach Spaß, und alle vier Wochen die Jungs zu treffen, auch", sagt Martin. Mit dem Vorurteil, dass Männer sich nur zum Trinken treffen, möchten sie ganz klar aufräumen. "Wir sind einfach gute Freunde, die miteinander Spaß haben und über alles mögliche reden. Natürlich gibt's dazu Bier, aber nicht übermäßig."
Außer dem Kegeln unternimmt die Truppe noch vieles weitere gemeinsam. Eine ungewöhnliche Aktion beginnt in wenigen Tagen: Die "Pullenpfeiffer" übernehmen die Patenschaft für einen Hund aus dem Tierheim, um den sie sich dann kümmern. Außerdem machen die Jungs mit eigenem Wagen im Kapellener Karneval mit, fahren zur Gelderner Straßenparty und zur Kirmes. Einmal im Jahr gibt's eine Kegeltour, die 2007 ins Kernwasser-Wunderland nach Kalkar geführt hat. Außerdem tragen die jungen Kegler eine Meisterschaft aus bei der natürlich auch der "Pudelkönig" gekört wird.
"Maxum", "Mausi" und "Vande" alle "Pullenpfeifer" haben Spitznamen, die sich im Laufe der Kegelei ergeben haben. Manchmal kommen zudem Gastkegler, die dann eine Runde "Tannenbaum" oder "Fußball" mitspielen. Nur Frauen, die dürfen bei den "Pullenpfeiffern" nicht mitmachen. Thomas (19) stellt klar: "Die bringen nur Unruhe in unsere Jungsgruppe."
Das mit der Kegeltour habe ich angemerkt.
2 Kommentare, schreib doch einen Kommentar!
und haben wir jhetzt ne bulldoge oder was :-D
Aber mal im ernst was ist das für eine Töle?
Neuer Kommentar